Bücherregal

Meine Top-Bücher 2016

Durch mein Studium in Liechtenstein beschränkte sich der überwiegende Teil meiner Leseaktivität auf wissenschaftliche Papers und Bücher, sowie ab und zu mal die BrandEins oder den Business Punk. Dieses Jahr war es mir endlich einmal wieder möglich, etwas leichtere Kost zu genießen. Aufgrund etwas knapper Zeit waren es nur zwei Bücher, diese haben mir aber einige interessante Denkanstöße und neue Perspektiven eröffnet.

The 4-Hour Workweek

Zuerst habe ich mir einen Klassiker von Timothy Ferriss vorgenommen: The 4-Hour Workweek. Als angehender Unternehmer und klassischer BWL-Student hatte ich schon von einigen Bekannten viel Gutes über das Buch gehört und konnte mir nun selbst ein Bild davon machen. Ferris beschreibt in seinem Buch eine Managementmethode, die er "Management by Absence" nennt. Die Idee hinter diesem Konzept ist, Unternehmen aufzubauen, bei denen sich die anfallenden Prozesse und Aufgaben weitestgehend automatisieren oder outsourcen lassen um ein automatisiertes Einkommen zu generieren. Gelingt dies, lassen sich die administrativen Managementaufgaben für den Gründer selbst auf ein Minimum reduzieren. Die hierdurch frei werdende Zeit kann dann dafür genutzt werden, um am anstatt im Unternehmen zu arbeiten. Im Fall von Ferriss ist dies, wie der Buchtitel schon verrät, 4 Stunden pro Woche. Der Rest der Zeit steht für Reisen, Abenteuer und die Suche nach neuen Geschäftsideen.

Natürlich ist es nicht möglich, das Buch als 1:1-Vorlage zu verwenden, aber die angegebenen Tools und Internetseiten bieten einen Werkzeugkasten, der zusammen mit Ferris' provokanten Thesen und Aussagen sowie Erfahrungsberichten, zum Nachdenken und vor allem Ausprobieren anregen.

Die 4-Stunden-Woche (deutsch)

The 4-Hour Workweek (englisch)

Glückskinder

Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit, Hermann Scherer als Referenten beim Unternehmertag in Liechtenstein zu erleben. Noch während des Vortrags habe ich mir sein Buch Glückskinder bestellt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass bis vor etwa zwei Monaten das Buch in einer Umzugskiste vor sich hin verstaubte. Als ich an einem verregneten Samstag meine Kisten aussortiert und einiges in den Keller ausgelagert hatte, fiel mir dieses Buch wieder in die Hände. Nach den ersten 10 Seiten konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen. Scherer spricht in seinem Buch von Chancenintelligenz - der Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Dies erinnerte mich an unterschiedliche Vorlesungen aus dem Studium, wo es häufig um Opportunity Recognition, Opportunity Assessment und Opportunity Realization ging. 

Vereinfacht gesagt geht es darum, dass jeder Mensch unendlich viele Ideen hat. Was die schererschen Glückskinder von anderen Unterscheidet ist, dass diese die sich ihnen bietenden Chancen nutzen. Und zwar nicht irgendwann, sondern sofort. Mich hat das Buch vor allem daran erinnert, dass ich während meines Studiums und der ersten Jahre zurück im Job viele Ausreden gefunden habe, warum ich meine Ideen nicht umsetze - Prüfungsstress, Masterthesis, abgebrochene Promotion, Umzug, neuer Job, usw.
Schon während des Lesens bekam ich wieder Lust, einfach wieder Dinge anzupacken und Lösungen für meine Ausreden zu finden, anstatt mich mit ihnen wohl zu fühlen und zu arrangieren.

Fazit

Bide Bücher haben mich darin bestärkt, wieder neue Projekte anzustoßen und diese ernsthaft und nachhaltig zu verfolgen. Hierbei konzentriere ich mich vor allem auf solche Projekte, bei denen sich möglichst viel automatisieren lässt und bei denen ich meine Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen kann. Vielleicht werde auch ich zum Glückskind, das mit einer 4-Stunden-Woche ein automatisiertes Einkommen erzielen kann. Wir werden sehen!

 

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